Geschichte des Vereins

Der Verein wurde im Jahr 1910 in Schweinitz gegründet. Die ersten Jahre selbst sind schwer nachvollziehbar. Bis 1930 war der Verein unter Feuerwehrregie. Die Mitgliederzahl betrug ca. 10 Kameraden. 1933 erhöhte sich die Anzahl auf ca. 15 Kameraden. Zu dieser Zeit spielte die damalige Jugendorganisation im Ort eine große Rolle bei der Entwicklung des Spielmannszuges. Die Leitung blieb weiterhin Herrn Frohmüller vorbehalten.

Vom neuen Bäckermeister Alfred Bollhof in Schweinitz wurde der Verein ab 1937 geleitet. Bis dahin gestandene Spielleute waren u. a. Alfred Thinius, Max Lehmann, Richard Naugk, Paul Böttcher und Walter Kerz. Neu kamen jetzt Schweinitzer Originale wie Werner Hecht, Joachim Werner, Kurt Puhlmann u. a. dazu. Das Schulfest 1939 war der letzte große Auftritt vor dem 2. Weltkrieg. 1947 kam es dann zu Gesprächen, um sich wieder zu formieren. Mit 8 Spielkameraden, nur Trommler und Pfeifer wurde aufgetreten. Inzwischen waren auch Spielleute dabei, die Jahre das Bild des Vereins prägten, wie z. B. Willi Noack, Erhard Lehmann, Heinz Thinius, Siegfried Elstermann und Franz Seifert.

In den folgenden Jahren ging es ständig bergauf. 1954 kam Heinz-Günter Drescher als erster Lyra Spieler hinzu. Ihm folgte sein Bruder Hilmar. In den fünfziger Jahren zog sich Alfred Bollhof etwas zurück und Werner Hecht übernahm bis 1993 die Leitung. Die Übungsstunden wurden hauptsächlich in der Bäckerei und auf dem Kiebitzberg verbracht.

Anfang der 60er Jahre und 1968/69 kam dann aus der Jugend ein großer Nachwuchsschub. Für die Ausbildung bei den Flötisten war Franz Seifert verantwortlich. Die Trommlerausbildung übernahm zu dieser Zeit Richard Naugk. Von den damals ca. 25 Begeisterten ist heute nur noch der Spielkamerad Roland Michlick übrig geblieben. 1968/69 waren es die Spielkameraden Werner Hecht und Karl- Heinz Meinhardt, die sich um die Ausbildung der jungen Trommler und Pfeifer kümmerten. Alle 10 Kameraden sind heute noch dabei und bilden mit das Rückrat des Vereins. Dreh- und Angelpunkt war in diesen Jahren Werner Hecht´s Fleischerei, wo oft geübt und gefeiert wurde. Er investierte sehr viel Herz, Elan und Freundschaft in “seinen” Spielmannszug.

1975 war ein großes Jahr für uns. Erstmals erschien der Verein in der Öffentlichkeit mit einer einheitlichen Spielkleidung. Natürlich in den Farben der Stadt Schweinitz grün-weiß und mit schwarzer Hose. Die Zusammengehörigkeit und die Kameradschaft aller damaligen Spielkameraden, welche bis heute zu unseren Grundwerten gehören, haben uns zu dem Klangkörper gemacht, der heute vielerorts zu hören ist. Trotz einiger staatlicher Versuche, uns an eine Organisation zu DDR - Zeiten zu binden, behaupteten wir uns vor der Wende als nicht organisierter, freier Hobbyspielmannszug, als Teil der Stadt Schweinitz.

In den 80er Jahren gestalteten wir regelmäßig Auftritte in Schweinitz und Umgebung. Zu dieser Zeit waren die Auftritte wie in Roitsch, Wittenberg, Oschatz, Ostseebad Zinnowitz, Luckau, Schlieben und Herzberg unsere Höhepunkte. Unsere Übungslokale waren der “Goldene Löwe“ und später die “Weintraube”.

In der politischen Wendezeit 1990 bekamen wir eine Flaute. Viele Kameraden mussten sich im Beruf und persönlich auf die neue Zeit einstellen. Aber dank unseres „alten Stammes“ und der festen Kameradschaft untereinander, konnten wir auf unsere alten Ideale zurückgreifen und einen Neubeginn starten. Wir schufen ein Statut und ließen uns als Verein gerichtlich eintragen. Mit der Einladung des Spielmannszuges Barlo, zum Europafest nach Bocholt 1992, bahnte sich ein Umdenken der neuen Zeit entsprechend an. Die Resonanz, welche wir bei unseren Auftritten an der holländischen Grenze hatten, war hervorragend, zumal wir die Erwartungen unserer Gastgeber voll übertrafen. Hieraus entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den Vereinen. 1995 besuchten wir uns gegenseitig beim Schützenfest in Barlo und zum Heimatfest in Schweinitz. Solche Höhepunkte, sowie die jährlich mit unseren Frauen veranstalteten Vereinsvergnügen, taten ihr Übriges bei der Festigung unseres Vereins. 1994 wurde Dietmar Hecht zum Vorsitzenden gewählt. Die Aufträge für Spieleinsätze füllten unseren Terminkalender. Dank vieler Initiativen und teils landesseitiger Unterstützung konnten in den letzten Jahren alle Instrumente erneuert werden. Unser Prunkstück ist der Schellenbaum. 1994 war ein weiterer Höhepunkt, der Besuch des Schützenvereins und die Mitgestaltung der Feierlichkeiten in Mühlen bei Vechta. Von der alt-deutschen Aufmachung des zweitgrößten Schützenfestes in Niedersachsen waren wir sehr angetan und überrascht. Ein Besuch im Gestüt von Paul Schockemühle beendete unseren Wochenendausflug.

Am 14. Oktober 1996 wurde unserer Jugendspielmannszug gegründet. Verantwortlich waren die Übungsleiter Norbert Müller für die Flötisten und wiederum einmal Karl-Heinz Meinhardt für die Trommler. Einige Jugendliche über 16 Jahre haben auch schon ab 1999 den Sprung zu den „Alten“ geschafft. Höhepunkte in diesen vier Jahren waren z. B. am 11. Oktober 1997 die Fahnenweihe des Spielmannszuges Jessen, am 21. November 1998 die Gewerbemesse in Schweinitz und am 1. Mai 1999 das Straßenfest in Schweinitz. Da der Nachwuchs uns sehr am Herzen liegt, erhalten sie volle Unterstützung von uns. Eine weitere Bereicherung bei unseren Auftritten haben wir seit 1995. Anlässlich unseres 85-jährigen Bestehens formierten sich aus der Tanzgruppe der Schule Schweinitz die Cheerleader der Stadt Schweinitz. Im Schnitt sind es 10 Mädels im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Ihre größten Auftritte waren das Stadtfest in Wittenberg, der historische Umzug „Schlacht bei Wartenburg“ und natürlich alle jährlichen Auftritte in und um Schweinitz. Große Verdienste hat hier Petra Lehmann, die selbst in ihrer Jugend auf diesem Gebiet große Erfahrungen sammeln konnte.

Höhepunkte 1998 bildeten die Blasmusikfeste in Mühlen und Wörlitz und der historische Umzug in Wartenburg. 1999 waren für uns besondere Erlebnisse die Schlosseinweihung in Jessen, das Gewerbefest in Herzberg, das Schützenfest in Annaburg und ein zweitägiger Ausflug mit mehreren Auftritten zum 3. Brauerei- und Burgfest in Rechenberg im Erzgebirge.

Eindeutiger Höhepunkt im Jahr 2000 war die Festwoche vom 1.-10. Juli, anlässlich des 175. Schul- und Heimatfestes sowie des 90- jährigen Bestehens des Spielmannszuges. Unvergesslich war für uns der Sternmarsch am 8. Juli zum Marktplatz mit späterer Geburtstagsgratulation zum 90´sten. Es gratulierten die Spielmannszüge aus Barlo, Jessen und Seyda, die Lindwerdaer Blaskapelle, die Schalmeinkapelle Großwig, die Elbauemusikanten sowie die Original Falkenberger Blasmusikanten. Aus diesem Anlass gaben wir auch eine Musikkassette bzw. CD mit all unseren Märschen heraus. Diese fehlen seitdem in keinem Schweinitzer Haus oder Auto. Diese Tonträger sind überraschenderweise nicht nur über ganz Europa verteilt, sie fanden sogar auch Ihren Weg nach Amerika.

Das Jahr 2001 war das Jahr nach den großen Jubiläen, es kehrte wieder der Alltag ein. Wir waren bei der Eröffnung der "Rosenschänke" von Heidi und Volkmar Hecht dabei. Zum Himmelfahrtstag wurde uns die Ehre zuteil am 282. Auszugsfest der Torgauer Geharnischten aufzuspielen. Zum 75. Geburtstag bekam unser Alterspräsident Werner Hecht sein verdientes Ständchen. Ein weiterer Höhepunkt war für uns die Teilnahme am großen Festumzug zum Sachsen-Anhalt-Tag am 2. September in Haldensleben. Unser Jugendspielmannszug beging im Oktober 2001 die Feierlichkeiten zu seinem 5-jährigen Bestehen.

Im Mai 2002 eröffneten wir das 3. Frühlingsfest des Schweinitzer Gewerbevereins auf dem Markt. Nochmals durften wir am Vormittag des Himmelfahrtstages zum großen Auszug der Geharnischten in Torgau aufspielen. Nachmittags gaben wir ein Platzkonzert in Tiefenbrunn. Nach schönen Heimatfesten in Schweinitz, Mügeln und Linda, kam es Mitte August zu weit weniger schönen Ereignissen. Das Jahrhunderthochwasser überflutete einen sehr großen Teil des Altkreises Jessen. Viele Spielkameraden halfen aufopferungsvoll in unzähligen Stunden, um das Schlimmste zu verhindern. In dieser Zeit fielen mehrere Auftritte aus, da es weitaus Wichtigeres zu tun gab, als unbekümmert zu feiern. Der erste Auftritt nach dieser schrecklichen Zeit war in Trebbin zum 120- jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr am 15. September.

Nach mehreren Übungsstunden und Auftritten zu Beginn des Jahres 2003 markierte die Fahnenweihe unserer neuen Vereinsfahne den absoluten Höhepunkt im Vereinsleben der letzten Jahre. Am 1. Mai organisierten wir mit Hilfe des Gewerbevereins und des Heimatfestvereins einen Sternenmarsch durch die Innenstadt zum Markt. Zur Gratulation spielten auf die Spielmannszüge aus Jessen und Seyda sowie die Elbauemusikanten. Bedanken möchten wir uns für die materielle Unterstützung bei allen Fans, Freunden, Bekannten und Sympathisanten, insbesondere bei der Sparkasse Wittenberg. Für ihre aktive Vereinsarbeit in den letzten 10 Jahren wurden einige Spielkameraden geehrt. Vom 19.-21. September weilten wir bei unserem Partnerspielmannszug in Barlo. Dort verlebten wir bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam nette Stunden, welche unsere Freundschaft über Jahre wieder festigen wird. Am 18. Oktober begingen wir unser alljährliches Vergnügen mit unseren Frauen. es war eine rustikale aber gelungene Feier in der Fährscheune Klöden.

Das Jahr 2004 brachte uns neben 12 Übungsstunden und 28 Auftritte, unter anderem beim Flämingfest in Jessen, in Stolzenhain, Prettin und vielen anderen Orten, auch besonders viele Mitgliederjubiläen. So konnte Erhard Lehmann für 65 Jahre, Siegfried Elstermann für 50 Jahre und weitere 10 Kameraden für 30 und 35-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Wir spielten in diesem Jahr erstmals den neuen Marsch „Gruß aus der Heide“ und dankten unseren Spielmannszugfrauen beim Vergnügen in Hankes Weinausschank und anschließend in Gerbisbach.

95 Jahre Spielmannszug hieß es dann im Jahr 2005 und das wurde natürlich vor allem beim Schulfest ausgiebig gefeiert. Dazu konnten wir auch wieder unseren Partnerspielmannszug aus Barlo begrüßen. Zu unserem Jubiläum vervollständigten wir unsere Bekleidung mit neuen Regenjacken und Poloshirts. Zu den herausragenden unserer 27 Auftritte zählten der Himmelfahrtsausflug nach Wittenberg, Wörlitz und Bad Düben, wo wir unserem Ehrenpräsidenten ein Ständchen brachten sowie das 25-jährige Jubiläum der Falkenberger Blasmusikanten in Schmerkendorf. Im Januar gratulierten wir Siegfried Elstermann zum 70. Geburtstag und während des Frühlingsfestes in Schweinitz ehrten wir Gerhard Junge, Roland Michlick und Dieter Friedrich für 45 Jahre Mitgliedschaft im Verein.

Im Jahr 2006 wurde der Jugendspielmannszug 10 Jahre alt. Er spielte beim Frühlingsfest erstmals mit dem großen Zug zusammen und wurde im Laufe des Jahres in „Party Ensemble des Spielmannszuges“ umbenannt. Im Laufe der Jahre konnten 15 Mitglieder aus dem Jugendspielmannszug übernommen werden und fast alle sind noch aktiv mit dabei. 37 aktive, 8 passive und 3 Ehrenmitglieder hat der Spielmannszug im Jahr 2006. Wir absolvierten 7 Übungsstunden und 24 Auftritte. Besonders zu erwähnen sind dabei der erstmalige Auftritt zum Schützenfest in Kirchhain, Auftritte in Wildenau und Gallen bei Eilenburg. Bewegende Momente erlebten wir beim 80. Geburtstag unseres Ehrenpräsidenten Werner Hecht, der auch seine 70-jährige Mitgliedschaft im Spielmannszug feiern konnte und dem der Zug sehr viel zu verdanken hat.

Das Jahr der Veränderungen, so kann das Jahr 2007 bezeichnet werden. Während der Jahreshauptversammlung wählten wir einen neuen Vorstand mit dem Vorsitzenden Wolfgang Hecht sowie Norbert Müller und Tino Jaekel. Bodo Jung und Dietmar Hecht traten nicht wieder zur Wahl an. Beiden wurde für Ihre jahrelange Arbeit im Vorstand zum Wohle des Spielmannszuges herzlich gedankt. Unter der Leitung von Dietmar Hecht seit 1994 konnte die Qualität und die Mitgliederzahl des Vereins verbessert werden, es wurden neue Instrumente angeschafft, die Bekleidung erneuert und unsere erste CD aufgenommen. Besondere Auftritte unter unseren 28 Einsätzen führten uns 2007 zum Tierparkfest nach Herzberg, erstmals nach Elster, zu Himmelfahrt in die Spargelgegend Brandenburgs und im September zu unseren Freunden vom Spielmannszug Barlo. Ein Höhepunkt war sicherlich auch der Auftritt zum Jessener Heimatfest, wo wir mit unsrem neuen Medley “Grüße aus Schweinitz“ das Festzelt zum Beben brachten. Aufgrund der entsprechenden Nachfrage und einer starken Verbundenheit mit der Bevölkerung konnten wir 2007 drei Fanshops eröffnen. Ende des Jahres stellten wir bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in unserem neuen Vereinsraum in der Finke weitere Weichen für die Zukunft. Mit 27 Ja-, 11 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen votierten wir für die Aufnahme von weiblichen Mitgliedern. Mit diesem Schritt, der im Vorfeld stark diskutiert wurde, soll die Zukunft des Vereins weiter gesichert werden.

Mit großen Schritten zum 100-jährigen Jubiläum, so kann man sicherlich die Aktivitäten im Jahr 2008 bezeichnen. Für unseren 100. Geburtstag im Jahr 2010 wurden erste Gedanken ausgetauscht und es wurden Arbeitsgruppen gebildet, die das Jubiläum vorbereiten, damit es für alle ein schönes Fest wird. Die ersten 5 weiblichen Jugendlichen begannen ihre Ausbildung zum Spielmannszugmitglied. Wir absolvierten viele schöne Auftritte, unter anderem in Prettin, Jessen und Döllingen und vor allem natürlich zum Schweinitzer Heimatfest.

Im Jahr 2009 konnten wir dank großzügiger Spenden von Bürgern und Firmen aus unserer Region neue Pauken, Trommeln und Becken anschaffen. Wir verlebten schöne Stunden während der Männertagstour durch den Altkreis Jessen und beim Vergnügen im Oktober in Mügeln. Unsere 25 Auftritte führten uns vorwiegend in Orte des Landkreises Wittenberg. Das Hauptaugenmerk bei den 19 Übungsstunden im Frühjahr und Herbst galt vor allem dem Erlernen des Fehrbelliner Reitermarsches. Außerdem nahmen wir im November eine neue Doppel-CD auf, welche zum Jubiläum erhältlich sein wird. Die Planung unserer Feierlichkeiten nahm konkrete Formen an. Es wurden Absprachen mit dem Schweinitzer Heimatfestverein getroffen, die Festzeitschrift vorbereitet, der Ablauf der Festwoche im Juli sowie die Festveranstaltung am 9. Oktober festgelegt und Marketingaktivitäten besprochen. Am Jahresende hatte der Spielmannszug 35 aktive, 7 passive, 6 passiv fördernde und 4 Ehrenmitglieder.

„100 Jahre und kein bißchen leiser!“ Unter diesem Motto begingen wir im Jahr 2010 unser Jubiläum, auf das wir sehr stolz sind. Bei den verschiedenen Veranstaltungen feierten wir mit den Bürgern, befreundeten Vereinen und Firmen, Gästen aus unseren Auftrittsorten und vielen Fans des Spielmannszuges. So gaben wir während des Frühlingsfestes am 1. Mai ein kleines Platzkonzert, man konnte in unserer Chronik stöbern und wir ehrten langjährige Mitglieder. Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert der 11 Spielmannszüge und Kapellen bei sengender Hitze im Festzelt am 10. Juli. Während der Festveranstaltung in der Mehrzweckhalle am 9. Oktober bewiesen wir, das Spielleute nicht nur ihre Instrumente beherrschen, sondern auch singen können. Aus Anlass unseres Geburtstages fanden sich auf Initiative von Bodo Jung und Gerhard Junge ehemalige Spielkameraden zusammen, die beim Heimatfest und der Festveranstaltung als "Alte Kameraden" begeisterten. Insgesamt erfreuten wir unsere Zuhörer im Laufe des Jahres bei 33 Auftritten. Dank unserer Nachwuchsarbeit konnten Anfang des Jahres 8 Jugendliche, darunter erstmals 4 junge Frauen, in den großen Zug aufgenommen werden. Unser Altersdurchschnitt sank damit auf 35,7 Jahre. Wir haben noch viel viel vor und so gehen wir mit viel Optimismus in die nächsten 100 Jahre.

Das Jahr 2011 war ebenso ereignisreich wie unser Jubiläumsjahr. Bei 31 Auftritten gab es viel Spaß, Freude und so manch lustige Begebenheit. Höhepunkte waren unser Ausflug mit Partnern nach Rechenberg, der Festumzug in Elster sowie die Auftritte in Pretzsch zum Karneval und in Klöden zum Polterabend. Die 8 Übungsstunden wurden hauptsächlich zur Festigung des Fehrbelliner Reitermarsches genutzt. Durch den Einsatz von Mandy Albrecht konnte eine neue Cheerleader- Gruppe aufgebaut werden. Es wurden neue Hemden, Gürtel sowie einige Instrumente und Zubehör angeschafft. Ein besonderes Augenmerk lag auch auf der gemeinsamen Erarbeitung eines neuen Statuts. Außerdem wurde es geschafft, den großen Zug, die Alten Kameraden und das Party Ensemble unter dem Dach des Spielmannszuges Schweinitz zu organisieren. So können sich die älteren, jüngeren, männlichen und weiblichen Spielkameraden im Interesse der Kameradschaft zu einer Einheit entwickeln.

„Wir haben eine Königin!“ Das konnten wir sagen, nachdem beim Heidefest im September Jennifer Scholz aus unseren Reihen zur Heidekönigin gekürt wurde. Dieser Auftritt war neben den Einsätzen in Pretzsch, Coswig, Kolochau und Bad Schmiedeberg einer der Höhepunkte des Jahres 2012. Außerdem hatten wir viel Spaß bei unserer Himmelfahrtstour in den Spreewald und beim Vereinsvergnügen in Gallin. Insgesamt standen am Ende des Jahres 28 Auftritte und 17 Übungsstunden zu Buche. Die Übungsstunden wurden vorwiegend für das Einstudieren von zwei neuen Musikstücken genutzt. Das Party Ensemble begeisterte seine Zuhörer bei 10 Auftritten. Die Alten Kameraden waren beim Konzert der Spielmannszüge und beim Frühschoppen zum Heimatfest, beim Hoffest des Obsthofes Zwicker und beim Drachenfest an der Weintraube zu erleben. Durch großzügige Spenden konnten neue Becken und eine Pauke gekauft werden. Am Ende des Jahres hatte der Spielmannszug 62 Mitglieder, davon sind 43 aktive Spielkameraden, 5 Ehrenmitglieder, 10 passive und 4 passiv fördernde Mitglieder.

2013 war das Jahr der vereinsinternen Jubiläen. Wir feierten 2 Hochzeiten, eine Silberhochzeit und sechs! 60. Geburtstage von Spielmannszugmitgliedern. Außerdem musizierten wir bei weiteren 23 Auftritten, unter anderem in Elster, Steinsdorf, Wartenburg und zur Karnevalseröffnung in Holzdorf. Während 17 Übungsstunden probten wir unsere bekannten und die neuen Musikstücke. Ein besonderes Erlebnis war unsere Teilnahme am Jungschützenfest im September in Barlo. Mit unseren Freunden vom Spielmannszug Barlo hatten wir an den zwei Tagen sehr viel Spaß. Unser Vereinsvergnügen führte uns in diesem Jahr nach Berlin. Bei einer Bootsfahrt auf der Spree, einem gemeinsamen Stadtbummel und dem Abendessen in Elstal verging der Tag wie im Flug. Während der Jahreshauptversammlung konnte unser neues Statut verabschiedet werden. Das Party Ensemble musizierte bei 4 Auftritten und studierte während 15 Übungsstunden ein neues Musikstück ein. Die Alten Kameraden begeisterten ihre Zuhörer bei 8 Auftritten.

Mit 16 Übungsstunden und 28 Auftritten war auch 2014 ein ereignisreiches Jahr. Erstmalig musizierten wir in Dommitzsch und Listerfehrda, wieder einmal in Herzberg zum Tierparkfest und wir gratulierten dem Jessener Spielmannszug musikalisch zum 30. Geburtstag. In Herzberg wurde erstmals der neue Marsch „Märkische Heide“ gespielt. Ein schöner Himmelfahrtsausflug führte uns in die Brauerei Krostitz sowie an die Goitzsche bei Bitterfeld. Während des Frühlingsfestes in Schweinitz konnten 12 Spielkameraden für ihre langjährigen Mitgliedschaften von 30/35/40/45 und sogar 75! Jahren geehrt werden. Ein hellgrünes Poloshirt komplettiert seit diesem Jahr unsere Spielmannszugkleidung. Außerdem lösten grün-weiße Krawatten die bisherigen braunen Schlipse ab.

„Friends meets Friends“ Unter diesem Motto stand im Jahr 2015 der Besuch unserer Barloer Freunde beim 190. Schweinitzer Heimatfest. Gemeinsam verbrachten wir drei schöne Tage und hatten viel Spaß bei den Auftritten und Veranstaltungen des Heimatfestes. Weitere Höhepunkte des Jahres waren unsere Auftritte beim Kurmusikfest in Bad Schmiedeberg, beim Tierparkfest in Herzberg und dem Jessener Heimatfest. Insgesamt musizierten wir bei 27 Veranstaltungen und bei 13 Übungsstunden. 5 neue Mitglieder wurden 2015 in unseren Verein aufgenommen. Leider verstarb in diesem Jahr unser Ehrenpräsident Werner Hecht und wir mussten uns für immer von ihm verabschieden. Am Ende des Jahres hatte unser Verein 67 Mitglieder, davon sind 45 aktive Spielkameraden, 5 Ehrenmitglieder, 15 passive Mitglieder und 2 fördernde Mitglieder.

 

Im Jahr 2016 begingen wir das Jubiläum 20 Jahre Nachwuchsspielmannszug und 10 Jahre Party Ensemble. Dazu waren neben den Spielkameraden und Cheerleadern auch Unterstützer und Freunde des Spielmannszuges sowie Mitinitiatoren der Gründung eingeladen. Die Festveranstaltung fand im Oktober im Saal des Jessener „Schützenhauses“ statt. Außerdem stand das Jahr 2016 im Zeichen der 25-jährigen Freundschaft mit dem Spielmannszug Barlo. Aus diesem Anlass besuchten wir unsere Barloer Freunde zum Jungschützenfest vom 16.-18. September. Dieses Wochenende hielt für uns wieder viele schöne Erlebnisse und Begegnungen bereit. Zuvor hatten uns bereits 9 Spielkameraden des Barloer Zuges mit einem Besuch zum Schweinitzer Schulfest überrascht. Besonders schöne Auftritte hatten wir neben dem Schweinitzer Schulfest auch in Beilrode beim 15-jährigen Jubiläum der Guggenmusikkapelle „Blitze-Blau“, in Herzberg beim Tierparkfest oder beim Jessener Heimatfest. Dort musizierten wir beim Konzert der Spielmannszüge im Festzelt gemeinsam mit unseren Alten Kameraden. Mit über 50 Spielkameraden unseres Vereins gaben wir ein imposantes Bild ab. Unser Vereinsvergnügen unter dem Motto “Grün-weißes Oktoberfest“ feierten wir im Schweinitzer Weinkeller. Insgesamt waren wir 2016 bei 27 Auftritten zu erleben und wir führten 8 Übungsstunden durch.

Mit einem im wahrsten Sinne des Wortes frostigen Auftritt begann das Jahr 2017. Wir musizierten im Februar zum 70. Geburtstag des Pretzscher Karnevalsvereins. Im Laufe des Jahres folgten noch weitere 19 Einsätze überwiegend in unserer Region. Viel Spaß hatten wir auch bei unserem Himmelfahrtsausflug in den Spreewald oder beim vorweihnachtlichen Vereinsvergnügen in der „Dörfchenscheune“.  14 Übungsstunden standen in dieser Saison zu Buche, bei denen wir die bekannten Märsche festigten und mit dem Einstudieren eines neuen Musikstückes begannen. Außerdem unterstützten einige Mitglieder des großen Zuges die Alten Kameraden bei ihren Auftritten. Das Party Ensemble führte 9 Übungsstunden durch und musizierte bei 5 Auftritten. Durch eine großzügige Zuwendung der Sparkasse Wittenberg konnten wir 30 neue Flöten, 3 Trommeln und eine Pauke anschaffen. Am Jahresende waren wir 71 Vereinsmitglieder,  davon sind 49 aktive Spielkameraden.

 

 

Ein Prinz und eine Prinzessin sind Mitglieder unseres Vereins! Im Jahr 2018 wurde Jenny Zumpe zur Jessener Weinprinzessin und Jonathan Michlick zum Schweinitzer Weinprinzen gekürt.

In diesem Jahr musizierten wir bei 23 Auftritten und absolvierten 10 Übungsstunden. Unseren neuen Marsch „Mit Sang und Klang“ präsentierten wir in diesem Jahr zum ersten mal dem Publikum. Höhepunkte waren z. B. das Margarethenfest in Bad Schmiedeberg, der Tag der Bundeswehr in Holzdorf/Ost und die Heimatfeste in Jessen und Schweinitz. Zu unserem Heimatfest waren wieder einmal unsere Freunde vom Spielmannszug Barlo zu Gast und wir verlebten ein stimmungsvolles Wochenende. Erstmalig musizierten wir auch in Markendorf in der Nähe von Jüterbog. Das Party Ensemble und  die Alten Kameraden unterhielten das Publikum bei weiteren Auftritten. Mitglieder des großen Zuges unterstützten sie dabei. Viel Spaß hatten wir auch beim „sportlichen“ Vereinsvergnügen in der Bowlingbahn in Jessen. Sehr gefreut haben wir uns auch über den Überraschungsbesuch der Vereinsvorsitzenden des Barloer Spielmannszuges zum Schweinitzer Weihnachtsmarkt. Das Schmücken des Weihnachtsbaumes auf dem Schweinitzer Markt übernehmen seit ein paar Jahren ebenfalls Mitglieder unseres Vereins.

Seit dem Jahr 2019 wird unser Verein von einem neuen Vereinsvorstand geführt. Aus gesundheitlichen und Altersgründen kandidierten Norbert Müller und Uwe Albrecht nicht mehr für den Vorstand. Beiden wurde während unserer Jahreshauptversammlung für Ihre jahrelange Arbeit zum Wohl des Vereins gedankt. An die Spitze des Vereins wurde Tino Jaekel gewählt, gemeinsam mit Detlef Quaas und Matthias Michalke. Höhepunkte 2019 waren zum Beispiel der Festumzug zum 600. Geburtstag von Holzdorf, das Gänsebrunnenfest in Dommitzsch oder das Heimatfest in Jessen. Aber auch in Schweinitz selbst waren wir mehrfach im Einsatz, so zum 60. Geburtstag der Grundschule, dem 120. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr, dem Martinsfestumzug und natürlich beim Heimatfest. Insgesamt musizierten wir bei 18 Auftritten und 11 Übungsstunden. Viel Spaß hatten unsere Vereinsmitglieder auch beim Ausflug am Himmelfahrtstag zur Brauerei Krostitz und der Külsoer Mühle sowie beim Vereinsausflug nach Leipzig im August. Eine besondere Aktion gab es dann für uns noch am Ende des Jahres. Für den virtuellen Adventskalender der Mitteldeutschen Zeitung nahmen wir im Dezember ein Video auf.


Mit diesen Zeilen soll kurz die Vereinsgeschichte umrissen werden, wobei nicht alle Namen genannt werden können, welche hierbei Anteil hatten. Es soll zum Ausdruck kommen, dass wir Schweinitzer Spielkameraden von Gründung an die Freundschaft und Kameradschaft immer in den Vordergrund stellen und uns über jede neue Idee und jeden neuen Spielkameraden und -kameradin freuen.